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„Wenn der Kochtopf vergessen wurde...“

Kunden bleiben ihrem Versicherer oft lange treu. Ein ganz wesentliches Vertragsmerkmal wird dabei leicht übersehen und kann im Schadensfall zu empfindlichen Konsequenzen führen.

Laut Versicherungsvertragsgesetz §81 Absatz 2 darf der Versicherer die Leistung je nach Schwere der groben Fahrlässigkeit im Schadensfall kürzen. Leider ist nirgends geregelt, was genau grob fahrlässig ist und wie hoch die Kürzung ausfallen darf. Deswegen gibt es bereits zahlreiche Urteile, bei denen Gerichte das Fehlverhalten von Versicherungsnehmern konkret festgelegt haben. Ob es sich nun um das angekippte Fenster (Einbruch) handelt oder um die brennende Kerze im verlassenen Raum. Die Gefahr einer, aus Sicht des Versicherers, grob fahrlässigen Handlung ist groß.

Die meisten kritischen Fälle ergeben sich allerdings in der Küche. Hier kann schnell ein Telefonanruf oder ein Besuch vom Kochen ablenken und ein Brand entsteht unbemerkt. Damit erhebliche Kürzungen und lange Rechtsstreits ausbleiben, sollte man bei guten Versicherern die grobe Fahrlässigkeit einschließen. Achten Sie darauf, dass der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit für die gesamte Versicherungssumme gilt, nicht nur für Teilbeträge. Nur solche Policen (Gebäudeversicherung) hat Finanztest in der Ausgabe 05/2016 als empfehlenswert gelten lassen. Bessern Sie hier nach, bevor eine Unachtsamkeit ein Vermögen kostet.

Allianz Hendrik Schikora
www.allianz-schikora.de
Beratung zahlt sich für meine Kunden aus.

eingetragen am: 08.06.2017

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